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La Ruta de Pedra en Sec, GR 221, Mallorca

La Ruta de Pedra en Sec, GR 221
5 Tage / 82 km / auf 3.207 ab 3.522 Hm
 / 14.–19.05.2017

 Entlang des Trockenmauerweges durch die Tramuntana von Mallorca

Schön, dass alles so wie am Schnürchen geklappt hat! Hier bei Lindau lag noch Schnee auf 1.500 Meter und wir wanderten stattdessen bei strahlendem Wetter durch Täler und über Gipfel der Tramuntana von Mallorca. 

Die aktuelle Standardroute von Valdemossa nach Pollença in 5 Tagen passt also ideal in eine Wochenreise mit Ankunfts- und Abschlusstag. Die Refugis kann und sollte man rechtzeitig via Internet buchen.

 

1. Tag: Valdemossa – Deia / 4,0 h / 10 km / auf 565  ab 841 Hm

Nach der Anreise mit dem Bus heißt es erstmal den Einstieg finden! Kurz darauf sind wir dann gleich von der Route abgekommen. Das lag daran, dass die Route bis Deia noch nicht als GR 221 ausgeschildert ist und am Kassenhäuschen des Privatgrundes ein Schild nach Deia steht. Hier gelangt man über Ses Fontanelles ebenfalls auf das Plateau um den Caragoli. Ich finde diese Variante empfehlenswert, denn es sind hier weniger Leute unterwegs, zumal wir an einem Sonntag starteten. Das Refugi Deia ist in einer alten Mühle untergebracht und sehr schön,

 

2. Tag: Deia – Soller / 4,0 h / 13 km / auf 390 ab 500 Hm


Von Deia gehen wir ein Stück hinab Richtung Cala de Deia bis zur Brücke über den Bach und treffen später auf die Markierung GR 221. Ab Deia ist der Weitwanderweg bis Pollenca durchgängig gut markiert. Wir sind früh los und genießen die morgendliche Stille mit den tollen Ausblicken auf das Meer. Da wir nicht im Refugi de Muleta übernachten steigen wir gleich bis Port de Soller ab und fühlen uns neben den ersten Badenden irgendwie deplatziert.

Nach dem Check-in im Hostel Villa Primavera (empfehlenswert) erfahren wir mehr über unser Glück am besonderen Festtag von Sóller teilnehmen zu können. Am Hafen wird die Schlacht des 11. Mai 1561 gegen die Türken (Korsaren, Mauren) dargestellt. Das Spektakel wird komplett von der Bevölkerung auf die Beine gestellt und alle sind entsprechend verkleidet und: bewaffnet! Dann geht es los mit Feuerwerk, Megaböllern, Karabinern und Schrotflinten. Der Zuschauer wird von Seiten der Stadt mittels einem Aushang aufgeklärt, dass körperliche Schäden zu erwarten sind, wenn man sich in den Kampfzonen aufhält! Ein Höllenspektakel – genial!

 

3. Tag: Sóller – Refugi Tossals Verds / 7,0 h / 19 km / auf 1.160 ab 670 Hm


Die Haltestelle der nostalgischen Straßenbahn von Sóller liegt gleich neben unserem Hostel in Port de Sóller. Von hier aus fahren wir bis zur Endstation und starten an der Kathedrale. Durch die Gasse vom Platz aus gehen wir direkt nach Biniraix immer geradeaus auf einer kleinen Straße bis wir auf den GR 221 treffen. Dann geht es rechts hinauf auf den wundervoll gepflasterten Pilgerweg zum Coll de l’Ofre.

Unter Kiefern am Pass machen wir Rast und gehen dann das Tal hinab zum Stausee Cúber unterhalb des Puig Major. Es ist sehr heiß und atemberaubend schön. Am See gehen wir rechtsrum vorbei bis zur Straße und steigen hier rechts hinauf zu einem Pass am Morro de Cúber. Dieser Weg enthält eine mit Ketten verbaute Stelle und zieht sich bis zum Refugi ganz schön in die Länge. Vor allem ohne Wind bei nahezu 30° C. 

 

4. Tag: Refugi Tossals Verds – Puig de Massanella 1.365 Hm – Kloster Lluc / 7 h / 19 km / auf 1.528 ab 645 Hm


Der Weg nach Lluc beginnt entspannt und führt durch kühles, wasserreiches Gelände bis fast zum Einstig in deinen mit Steinmännchen markierten Pfad. Durch Büsche und Gras geht es steil hinauf zum Fuß des Puig de Massanella. Von hier aus dann steil im Fels hinauf auf den Gipfel. Vom hier oben können wir die ganze Insel überblicken – unglaublich. Den Abstieg nach Lluc machen wir müde aber glücklich und sind dann froh im kühlen Klosterzimmer zu liegen.

 

5. Tag: Koster Lluc – Pollença / 4,5 h / 18 km / auf 350 ab 780 Hm


Heute gehen wir ohne Frühstück los und wollen zum Mittagessen in Pollenca sein. Und so schreiten wir raschen Schrittes voran durch schöne, kühle Eichenwälder hinaus auf die heiße Ebene. In der Mittagsglut schnell die Touristenbilder mit der Pont Roma. Dann sofort in die Bar Pont Roma, wo mein Traum von einem Käsekuchen war wird – Torta di Deu.

 

Am nächsten Morgen geht es zurück nach Palma mit dem Bus.